Waldrebe - Clematis

Zu den wohl schönsten und eindrucksvollsten Kletterpflanzen gehört mit Sicherheit die Waldrebe (Clematis L.)! Die unglaublich große Blütenfülle verhilft der Clematis schon seit langen zu einem der obersten Plätze unter den beliebtesten Gartenpflanzen. Mehr als 250 Arten und unzählige Sorten umfasst diese Gattung – die Vielfalt an Blütenformen und –farben ist also schier endlos! Vor allem die Eleganz der Blüten mit ihrem zarten, fedrig-silbrigem Fruchtschmuck macht den besonders hohen Zierwert dieser Kletterpflanze aus. Etliche Sorten bezaubern auch mit ihrem lieblichen Duft.

Während bei den Hybriden große Einzelblüten dominieren, finden wir bei den Wildarten auch vielblütige, duftende Rispen. Die „Wilden“ unter den Clematis können in der Größe der Blüten mit den Hybridsorten zwar oftmals nicht ganz mithalten, sie trumpfen dafür aber mit einer starken Widerstandskraft gegen Krankheiten und Robustheit auf. Und noch eines haben sie den großblumigen Hybriden voraus: zur Zeit finden wir die gelbe Blütenfarbe nur bei Clematis-Wildarten!

Des weiteren wird in immergrüne und sommergrüne Arten, sowie Früh- (April-Juni) und Spätblüher (Sommerblüher = in der Regel Juni-September) unterschieden.

Je nach Art und Sorte können die Pflanzen unter günstigen Bedingungen eine Höhe von 4-6 m erreichen! Normal sind allerdings eher 2,5-3,5 m.

 

Welcher Standort ist für Clematis ideal?

Fast alle Clematis-Sorten zählen zu den Kletterpflanzen und eignen sich somit hervorragend zur Verzierung von Zäunen, Mauern oder Rankhilfen. Es ist auch möglich, bereits hoch gewachsene Kletterpflanzenbestände z.B. aus Efeu oder auch Kletterrosen, mit Clematis zu durchziehen. Hierdurch ergeben sich oftmals herrliche Farbklänge und einzigartige Kompositionen.  Clematis lassen sich auch wunderbar in Gefäßen und Kübeln ziehen und bringen somit ihre Blütenpracht auch auf Ihre Terrasse oder Ihren Balkon! Wichtig ist natürlich, dass die nötige Rankhilfe bereitgestellt wird. Säulen, Mauern, Wände, Zäune, Pergolen und verschiedene Rankgestelle oder auch  ältere Kletterpflanzen bieten der Clematis den nötigen Halt, um in die Höhe zu klettern. Dabei sollte der Durchmesser der Kletterhilfen möglichst nicht größer als 2-3 cm betragen, da die Blattranken der Clematis diese ansonsten nicht mehr richtig umschlingen können. In diesen Fällen können die Triebe aber auch anderweitig befestigt oder aufgebunden werden.

Als Standort eignen sich halbschattige bis sonnige Plätzchen - Clematis brauchen einen eher kühlen und schattigen Fuß, um gut zu gedeihen. Das heißt, dass die unteren 20-30 cm der Pflanze nicht oder nur kurzzeitig der prallen Sonne ausgesetzt sein sollte. Eine Bepflanzung mit halbhohen Stauden, flachwurzelnden Bodendeckern oder kleinen Sträuchern ist daher sehr empfehlenswert. Eine 5 - 15 cm dicke Mulchschicht schützt den Wurzelbereich der Clematis nicht nur vor großer Hitze, sie verhindert auch ein zu schnelles Austrocknen des Bodens. Denn Trockenheit mag der Kletterkünstler gar nicht gerne. Dies ist auch bei der Pflanzung in Kübeln zu beachten.

 

Wie sollte der Boden beschaffen sein und was muss bei der Düngung beachtet werden?

Wenn die Clematis eines nicht verträgt, dann ist das Staunässe – diese sollte also unbedingt vermieden und gefährdete Standorte gegebenenfalls mit einer Drainage versehen werden. Ansonsten sind durchlässige, leicht feuchte und nahrhafte, humose Gartenböden oder Blumenerden zu bevorzugen, deren pH-Wert höher als 5,5 liegen sollte. Die Nährstoffansprüche der Clematis liegen im normalen Bereich. Ein handelsüblicher Garten- oder Blumendünger ist völlig ausreichend.

 

Wann kann ich Clematis am besten pflanzen?

Prinzipiell ist es das ganze Jahr über möglich, Clematis zu pflanzen, solange es frostfrei ist. Am besten geeignet sind allerdings der Frühherbst – so kann die Clematis noch vor den ersten Frösten einwurzeln – oder das Frühjahr, bevor die Pflanze zur Blüte kommt. Der Wurzelballen sollte dabei idealerweise einige cm tiefer eingepflanzt werden als er zuvor im Topf stand.

 

Wie schütze ich meine Clematis im Winter?

Die meisten Arten und Sorten der Clematis sind sehr gut winterhart und benötigen nur als Jungpflanzen einen Schutz vor langanhaltenden Minusgraden. Hierzu eignen sich Laub und Tannenreisig besonders gut. Einige wenige Sorten brauchen allerdings auch als ältere Pflanzen einen geschützten Standort.

Auch im Kübel ist eine Überwinterung ohne weiteres möglich. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht zu lange durchfriert, da die Pflanzen ansonsten leicht verdursten. Dekorative Schutzhüllen oder Dämmmaterialien verhindern dies aber effektiv. Nur sehr empfindliche Sorten müssen in der kalten Jahreszeit tatsächlich frostfrei gestellt werden, z.B. in eine kühle Garage.

 

Wie muss ich meine Clematis zurückscheiden?

In den ersten Jahren oder bei Platzmangel sollten Clematis jährlich zurückgeschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür richtet sich vor allem nach der Blütezeit.

Schnittgruppen 1 + 2: Sorten, die schon im Frühling oder frühen Sommer blühen, blühen am Vorjahrestrieb und sollten direkt nach der Blüte, also im Sommer oder Herbst, beschnitten werden. Hierbei kann alle paar Jahre radikal vorgegangen und bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden, in den meisten Fällen reicht es aber aus, die Seitentriebe auf wenige Knospen zu kürzen --> leichter Auslichtungsschnitt.

Schnittgruppe 3: Die meisten Clematis-Sorten zählen aber zu den Spät- bzw. Sommerblühern und sollten vor dem neuen Austrieb im Februar/März stark zurückgeschnitten werden (bis auf ca. 50 cm, ältere, schon gut verzweigte Pflanzen sogar bis auf 30-40 cm). Bei mehrmals blühenden Sorten sollten zwischendurch  die alten Blüten entfernt werden – so wird die Bildung neuer Blüten gefördert. Ein Rückschnitt im Herbst nach der Blüte wird meisten auch vertragen, ist aber nicht empfehlenswert, weil die alten Triebe gut als Frostschutz dienen.

 

Natürlich findest Du bei uns auch detaillierte Pflegemaßnahmen in den Beschreibungen  zu den einzelnen Sorten.

 

 

Zu den wohl schönsten und eindrucksvollsten Kletterpflanzen gehört mit Sicherheit die Waldrebe (Clematis L.)! Die unglaublich große Blütenfülle verhilft der Clematis schon seit langen zu einem der... mehr erfahren »
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Waldrebe - Clematis

Zu den wohl schönsten und eindrucksvollsten Kletterpflanzen gehört mit Sicherheit die Waldrebe (Clematis L.)! Die unglaublich große Blütenfülle verhilft der Clematis schon seit langen zu einem der obersten Plätze unter den beliebtesten Gartenpflanzen. Mehr als 250 Arten und unzählige Sorten umfasst diese Gattung – die Vielfalt an Blütenformen und –farben ist also schier endlos! Vor allem die Eleganz der Blüten mit ihrem zarten, fedrig-silbrigem Fruchtschmuck macht den besonders hohen Zierwert dieser Kletterpflanze aus. Etliche Sorten bezaubern auch mit ihrem lieblichen Duft.

Während bei den Hybriden große Einzelblüten dominieren, finden wir bei den Wildarten auch vielblütige, duftende Rispen. Die „Wilden“ unter den Clematis können in der Größe der Blüten mit den Hybridsorten zwar oftmals nicht ganz mithalten, sie trumpfen dafür aber mit einer starken Widerstandskraft gegen Krankheiten und Robustheit auf. Und noch eines haben sie den großblumigen Hybriden voraus: zur Zeit finden wir die gelbe Blütenfarbe nur bei Clematis-Wildarten!

Des weiteren wird in immergrüne und sommergrüne Arten, sowie Früh- (April-Juni) und Spätblüher (Sommerblüher = in der Regel Juni-September) unterschieden.

Je nach Art und Sorte können die Pflanzen unter günstigen Bedingungen eine Höhe von 4-6 m erreichen! Normal sind allerdings eher 2,5-3,5 m.

 

Welcher Standort ist für Clematis ideal?

Fast alle Clematis-Sorten zählen zu den Kletterpflanzen und eignen sich somit hervorragend zur Verzierung von Zäunen, Mauern oder Rankhilfen. Es ist auch möglich, bereits hoch gewachsene Kletterpflanzenbestände z.B. aus Efeu oder auch Kletterrosen, mit Clematis zu durchziehen. Hierdurch ergeben sich oftmals herrliche Farbklänge und einzigartige Kompositionen.  Clematis lassen sich auch wunderbar in Gefäßen und Kübeln ziehen und bringen somit ihre Blütenpracht auch auf Ihre Terrasse oder Ihren Balkon! Wichtig ist natürlich, dass die nötige Rankhilfe bereitgestellt wird. Säulen, Mauern, Wände, Zäune, Pergolen und verschiedene Rankgestelle oder auch  ältere Kletterpflanzen bieten der Clematis den nötigen Halt, um in die Höhe zu klettern. Dabei sollte der Durchmesser der Kletterhilfen möglichst nicht größer als 2-3 cm betragen, da die Blattranken der Clematis diese ansonsten nicht mehr richtig umschlingen können. In diesen Fällen können die Triebe aber auch anderweitig befestigt oder aufgebunden werden.

Als Standort eignen sich halbschattige bis sonnige Plätzchen - Clematis brauchen einen eher kühlen und schattigen Fuß, um gut zu gedeihen. Das heißt, dass die unteren 20-30 cm der Pflanze nicht oder nur kurzzeitig der prallen Sonne ausgesetzt sein sollte. Eine Bepflanzung mit halbhohen Stauden, flachwurzelnden Bodendeckern oder kleinen Sträuchern ist daher sehr empfehlenswert. Eine 5 - 15 cm dicke Mulchschicht schützt den Wurzelbereich der Clematis nicht nur vor großer Hitze, sie verhindert auch ein zu schnelles Austrocknen des Bodens. Denn Trockenheit mag der Kletterkünstler gar nicht gerne. Dies ist auch bei der Pflanzung in Kübeln zu beachten.

 

Wie sollte der Boden beschaffen sein und was muss bei der Düngung beachtet werden?

Wenn die Clematis eines nicht verträgt, dann ist das Staunässe – diese sollte also unbedingt vermieden und gefährdete Standorte gegebenenfalls mit einer Drainage versehen werden. Ansonsten sind durchlässige, leicht feuchte und nahrhafte, humose Gartenböden oder Blumenerden zu bevorzugen, deren pH-Wert höher als 5,5 liegen sollte. Die Nährstoffansprüche der Clematis liegen im normalen Bereich. Ein handelsüblicher Garten- oder Blumendünger ist völlig ausreichend.

 

Wann kann ich Clematis am besten pflanzen?

Prinzipiell ist es das ganze Jahr über möglich, Clematis zu pflanzen, solange es frostfrei ist. Am besten geeignet sind allerdings der Frühherbst – so kann die Clematis noch vor den ersten Frösten einwurzeln – oder das Frühjahr, bevor die Pflanze zur Blüte kommt. Der Wurzelballen sollte dabei idealerweise einige cm tiefer eingepflanzt werden als er zuvor im Topf stand.

 

Wie schütze ich meine Clematis im Winter?

Die meisten Arten und Sorten der Clematis sind sehr gut winterhart und benötigen nur als Jungpflanzen einen Schutz vor langanhaltenden Minusgraden. Hierzu eignen sich Laub und Tannenreisig besonders gut. Einige wenige Sorten brauchen allerdings auch als ältere Pflanzen einen geschützten Standort.

Auch im Kübel ist eine Überwinterung ohne weiteres möglich. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht zu lange durchfriert, da die Pflanzen ansonsten leicht verdursten. Dekorative Schutzhüllen oder Dämmmaterialien verhindern dies aber effektiv. Nur sehr empfindliche Sorten müssen in der kalten Jahreszeit tatsächlich frostfrei gestellt werden, z.B. in eine kühle Garage.

 

Wie muss ich meine Clematis zurückscheiden?

In den ersten Jahren oder bei Platzmangel sollten Clematis jährlich zurückgeschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt hierfür richtet sich vor allem nach der Blütezeit.

Schnittgruppen 1 + 2: Sorten, die schon im Frühling oder frühen Sommer blühen, blühen am Vorjahrestrieb und sollten direkt nach der Blüte, also im Sommer oder Herbst, beschnitten werden. Hierbei kann alle paar Jahre radikal vorgegangen und bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden, in den meisten Fällen reicht es aber aus, die Seitentriebe auf wenige Knospen zu kürzen --> leichter Auslichtungsschnitt.

Schnittgruppe 3: Die meisten Clematis-Sorten zählen aber zu den Spät- bzw. Sommerblühern und sollten vor dem neuen Austrieb im Februar/März stark zurückgeschnitten werden (bis auf ca. 50 cm, ältere, schon gut verzweigte Pflanzen sogar bis auf 30-40 cm). Bei mehrmals blühenden Sorten sollten zwischendurch  die alten Blüten entfernt werden – so wird die Bildung neuer Blüten gefördert. Ein Rückschnitt im Herbst nach der Blüte wird meisten auch vertragen, ist aber nicht empfehlenswert, weil die alten Triebe gut als Frostschutz dienen.

 

Natürlich findest Du bei uns auch detaillierte Pflegemaßnahmen in den Beschreibungen  zu den einzelnen Sorten.

 

 

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